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Notruf- und Serviceleitstellen gemäß EN 50518

 

SICOM baut seine Sicherheitsleitstelle gemäß der europäischen Norm EN 50518 um.

 

Das mittelständische Sicherheitsunternehmen Sicom rüstet seine Notrufleitstelle in Hückelhoven gemäß der gültigen europäischen Norm auf. Sie ist damit eine der ganz wenigen regionalen Unternehmen, die diesen Schritt wagen.

Die Höhe der für die Zertifizierung notwendigen Investitionen übersteigen bei Weitem die Möglichkeiten der meisten mittelständischen Sicherheitsunternehmen, so dass es zu einer Konzentration auf wenige bundesweit operierende zertifizierte Notruf- und Serviceleitstellen kommen wird. Die Aufschaltung von sicherheitstechnischen Anlagen auf eine zertifizierte AES (AES=Europäische Leitstelle) wird aber zwingend notwendig, da nur hierdurch Haftungsrisiken bei Schadensfällen ausgeschlossen werden können, da sich Sachverständige und Gerichte immer am Mindeststandard der Technik orientieren.

 

Die neue europäische DIN-Norm EN 50518 reglementiert bauliche, technische und betriebliche Anforderungen für Leitstellen und setzt dabei Standards, die die jetzt schon anspruchsvollen Anforderungen an VdS-anerkannte Leitstellen bei weitem übertreffen.

 

 "Der Norm unterworfen sind alle Notruf- und Serviceleitstellen deren empfangenden Meldungen, Alarme und Rufe eine umgehende Bearbeitung erfordern". Der Anwendungsbereich in der EN 50518 sagt darüber hinaus, dass nicht nur zentrale Stellen, sondern auch interne Stellen wie z.B. Werkschutz- und Sicherheitszentralen eingeschlossen sind, soweit Alarmsysteme angebunden sind, die Teil eines umfassenden Sicherungskonzeptes sind.

 

 Die EN 50518 zielt darauf, dass die Blockierung/Behinderung der Sicherheitskette durch kriminelle Handlungen und technische Ausfälle strikt unterbunden werden muss. Die Sicherheitskette umfasst sowohl die Überwachungs‐ und Meldeanlage auf dem Schutzobjekt, die Übertragungswege bis zur Übertragungszentrale in der Alarmempfangsstelle, als auch die Alarmbearbeitung und Intervention.

 

 Bei allen Meldungen, die durch kriminelle Handlungen entstehen können oder deren Meldungsübermittlung und -bearbeitung durch kriminelle Handlungen unterbunden werden könnten, gilt die Normen der Reihe DIN EN 50518 verbindlich.

 

 Die im September 2011 in Kraft getretene Norm EN 50518 tritt ohne Übergangsfrist in Kraft. Zertifizierungen nach VDS verlieren laut Versicherungswirtschaft hierdurch ihre Geltung und sind Gegenstandslos.

 

 

 

 
Forderungen der EN 50518

 

  •  Die Wand- und Deckenstärke (Umwandung) der Leitstelle muss mindestens 20 cm betragen (um die gesamte Leitstelle aus Mauerwerk bzw. Beton)

 

  • Durchgängige Widerstandsfähigkeit der Leitstelle von WK4

  • Die sanitären Anlagen müssen sich innerhalb der Umwandung der Leitstelle befinden

  • Das Notstromaggregat (24h Forderung über Batterie und Aggregat) muss sich ebenfalls innerhalb der Umwandung befinden

  • Die Leitstelle darf nur über eine Schleuse mit 6qm betreten werden können welche biometrische oder andere Zugangskontrollen ermöglichen muss um ein nicht authorisierten Zutritt zu verhindern. Die Schleusentüren müssen gegenseitig verriegelt sein (Vereinzelung)

  • Die Türen sind Einbruchshemmend nach WK4 und als Brandschutztür T30 auszuführen (bei uns bereits T90)

  • Die Fenster der Leitstelle müssen BESCHUSSSICHER nach hoher Beschussklasse ausgeführt sein (KEINE SPALTREGELUNG MEHR), d.h. die Fenster dürfen unter keinen Umständen mehr zu öffnen sein!

  • Aufgrund der dichten Fenster ist eine Belüftungsanlage mit Schutz vor Gaseinleitung einzubauen

  • Desweiteren sind Gasdetektoren gefordert (mindestens CO2) um zumindest den Ausfall der Belüftung zu bemerken

  • Durchgängige Aufzeichnung des Telefonverkehres (Voicerecorder)

  • Die Zentrale muss über eine eigene Einbruchmeldeanlage mit Meldung an eine andere Stelle haben

  • Die Zentrale muss über eine separate Überfallmeldeanlage mit Meldung an z.B. die Polizei haben

  • Die Zentrale muss über eine separate Brandmeldeanlage mit Meldung z.B. an die Feuerwehr haben

  • Es darf nur noch eine Software für die komplette Leitstellenabwicklung benutzt werden (von der Kunden / Adressenverwaltung über Notrufabwicklung und Alarmverfolgung, Massnahmenverwaltung, Logbases, Voicerecording bis Fakturierung und Rechnungswesen)

  • Durchgängige Besetzung der Zentralen über 24 Stunden mit mindestens 2 Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen

  • Aussenhautüberwachung der Leitstelle (allseitige Kameraüberwachung)

 

 

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